Katzenbesitzer

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‘Wie der Kater’, dachte Beck, während er den Jungen ansah. ‘Genau wie der Kater, als er aus dem Tierheim kam. Geduckt. Alles eingezogen. Ein einziges großes Auge, das hinter einer Deckung hervorschaut.’

Der Junge hatte nur einen Schlafanzug an. Er hatte die Beine ineinander verschlungen, einen Daumen im Mund und drückte sich so eng er konnte an seine Mutter, die auch nur ein Nachthemd trug. Von den vier Menschen, die in der Wohnung lebten, war niemand richtig angezogen. Über Hamburg wurde es gerade hell.

Beck sah auf seine Uhr. Vor zehn Minuten waren sie vorgefahren. Außer ihm selbst eine Kollegin von der Ausländerbehörde. Dazu sechs Angestellte eines privaten Sicherheitsdienstes und vier Polizisten, einer davon mit Hund. Drei der Polizisten überprüften nun Papiere. Der Hundeführer sicherte die Wohnungstür. Das Tier bellte unablässig und Beck fragte sich, warum der Beamte nichts dagegen tat. Die Privaten hatten sich in den wenigen Zimmern postiert, breitbeinig, Schlagstöcke und Reizgas am Gürtel.

Beck vergewisserte sich selbst noch einmal, dass sie die richtigen Leute hatten. Die Afghanin, zwei Kinder, ein Großvater. Einen Ehemann gab es nicht. Beck hatte vergessen, warum. Er konnte jetzt schon sagen, dass dies einer von den besseren Einsätzen war. Alle Gesuchten waren da. Niemand hatte versucht, sich etwas anzutun. Und weil es Sonntag war, würde wahrscheinlich auch kein Richter mehr Schwierigkeiten machen.


"Katzenbesitzer
"
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